Was macht eine gute Internetseite aus?

Im großen weiten Internet gibt es Seiten, die man sich gerne anschaut und auch wiederkehrt. Jedoch gibt es auch Seiten, die man schnellst möglich wieder verlässt. Woran liegt das? Ein auffälliges Beispiel ist dabei die Suchmaschine Google, die mit einem klaren Design, einer deutlichen Anweisung zur Suche und qualitativ hochwertigen Ergebnissen seine Konkurrenten abgehängt hat.

Was also macht eine gute Internetseite aus? Worauf sollte man als Kleinbetrieb bei der Erstellung achten?

  1. Klares Ziel: Eine gute Webseite verfolgt ein klares Ziel. Der Besucher kann in kurzer Zeit erfassen, worum es auf der Website geht und was ihn erwartet. An den richtigen Stellen sind dann Aufforderungen zu Aktionen, wie z. B. "Senden Sie uns eine E-Mail" oder "Rufen Sie uns gerne an", installiert.
  2. Responsive Design: Egal ob mit dem Tablet, Desktop oder dem Smartphone sollte eine Webseite immer ansprechend aussehen. Ausserdem sollte mit einem Smartphone der Kontakt schnell hergestellt werden und die Adresse gut erreichbar sein. 
    Wir bauen z. B. in der Mobilansicht ein von uns benanntes "Mobile Dock" ein, welches die folgenden Möglichkeiten bietet:
    • E-Mail schreiben
    • anrufen
    • Menüansicht
    • an den Seitenanfang springen
    Vielleicht sehen Sie dieses Dock auch gerade am unteren Rand Ihres Smartphones? Wenn nicht, hier die verschiedenen Ansichten:
  3. SEO-optimiert: Eine Internetseite, die nicht gefunden wird oder keine Besucher hat, ist eine vertane Chance. Damit die Webseite gefunden wird, sollte sie für Suchmaschinen optimiert sein. Ein typisches Beispiel hierbei ist die erste Headline, auch H1 genannt, wo steht: "Herzlich willkommen auf unserer Internetseite". Diesen Text sucht kein Mensch bei Google und die Internetseite ist schlecht auffindbar. Besser ist hier: "Schween Elektrotechnik - Ihr kompetenter Partner in Sachen Strom!" da der Inhalt der Internetseite schon in der Überschrift deutlich wird.
  4. Barrierefreiheit: Eine gute Internetseite sollte von allen Nutzern, unabhängig von körperlichen oder technischen Möglichkeiten uneingeschränkt genutzt werden können (auf Wikipedia weiterlesen). Hierbei gibt es einige Ansätze, die zu beachten sind:
    • Browser unabhängig, d. h. die Internetseite ist auf allen Plattformen zu lesen
    • Farben sind gut zu erkennen und die Schrift setzt sich gut ab
    • Die Texte sind nicht zu lang und gut zu lesen (Schriftgröße, länge der Zeilen, etc.)
    • usw.
  5. Keep ist short and simple (KISS-Prinzip): Guter Content zeichnet sich dadurch aus, dass nur das wirklich Wesentliche seinen Weg auf die Webseite findet. Man denke nur an die Startseite von Google…
  6. Benutzerfreundliches Navigationskonzept: Ich persönlich gehe zwar immer weniger über die Navigation, da der Inhalt wesentlicher ist, aber eine gute Hauptnavigation gehört trotzdem an den oberen oder linken Rand. Dies jedoch nur auf der Variante für die Desktop-Variante, also von einem Laptop oder Desktop-PC aus. Bei der mobilen Variante ist die Navigation am besten in der Nähe des Daumen anzusiedeln. Nur wenn es zu viele Punkte für eine einzige Navigation gibt, sollte man links, rechts oder im Footer eine weitere Navigation einbauen. Wichtig ist, dass User sich instinktiv auf der Webseite zurechtfinden.
  7. Ästhetisch anspruchsvoll, aber nicht überladen: Ein gutes Design zeichnet sich dadurch aus, dass es plastisch bis ins Detail ist, dank Rastern aufgeräumt wirkt, ein harmonisches Farbspiel beinhaltet, den Content in den Mittelpunkt stellt und das Auge auf das Wichtige lenkt. Dabei ist aus meiner Sicht die Positionierung des Inhaltes und des Logos wichtig, damit der Blick gelenkt wird.
  8. Icons oder Symbole: Symbole helfen dem Besucher, sich schneller auf der Webseite fortzubewegen und schnell Inhalte zu erfassen. Ausserdem können sie das Corporate Design unterstützen.
  9. Leserfreundlich: Hierarchien bei den Überschriften, ein guter Kontrast, Konstanz in der Gestaltung, kurze Texte sowie hervorgehobene Kernaussagen helfen den Usern beim Lesen. Auch Ketten, die den Inhalt in Stichworten abbildet, helfen, den Inhalt schnell zu erfassen.
  10. Interaktion: User sollten auf einer guten Webseite mehr machen können, als nur von Seite zu Seite surfen. Abstimmungen, Meinungsäusserungen und andere Features halten den User länger auf der Seite und regen das Interesse an.
  11. Nutzer informiert halten: Jede Webseite sollte den Nutzern mehrere Möglichkeiten bieten, sich auf dem Laufenden zu halten: sei dies via Facebook, Twitter, RSS Feed oder Newsletter. Klar, es hat auch immer etwas mit Arbeit und Aufwand zu tun, aber dieser Aufwand lohnt sich.
  12. Webseitengeschwindigkeit: Niemand wartet gerne lange auf Inhalte, die er noch nicht kennt und nicht weiß, ob diese ihn weiterbringen. Langsame Internetseiten entschleunigen zwar unseren Alltag, jedoch ist dieses Feature an der falschen Stelle angebracht! Die Ladegeschwindigkeit ist nicht zu unterschätzen.
  13. Vertrauen: Eine gute Webseite sollte Vertrauen vermitteln. Dies kann sie durch das Design oder durch die Qualität des Inhaltes erreichen. Dazu zählen wir auch ein anständiges und rechtmäßiges Impressum, mit Datenschutz und allen Informationen, welche Daten mit aufgenommen und wie sie verarbeitet werden.
  14. Kontaktmöglichkeiten: Es gibt nichts nervigeres als eine Webseite, wo man sich zuerst über zehn Unterseiten durchkämpfen muss, um zu den Kontaktmöglichkeiten zu gelangen. Die Adresse, Telefonnummer und E-Mail Adresse gehören auf jede Seite.
  15. Sauberer Code: Das Wichtigste für eine gute Webseite ist ein sauberer Code. Er hinterlässt bei Google einen guten Eindruck und erleichtert die nachträgliche Optimierung der Internetseite – Stichwort: Relaunch!